Biotoppflege im Gewann "Wüster Bruch" 2026
Die eisigen Temperaturen der vergangenen Tage und Nächte haben uns Ende Januar in die Karten gespielt. Statt Matsch, gefüllter Wassergräben und unerreichbarer Uferbereiche erwartete uns im Gewann „Wüster Bruch“ eine geschlossene Eisdecke – so tragfähig, dass man sie sogar betreten konnte. Ein seltener Zustand, den es schon seit einigen Jahren nicht mehr gab.

Gemeinsam machten sich am Samstagvormittag elf Kinder unserer NAJU-Gruppe und neun Erwachsene ans Werk. Ziel des Einsatzes war es, Weiden und Erlen entlang des Ufers zurückzuschneiden und kleine Bereiche mit Hilfe der Motorsense zu mähen. Mit Astscheren verpassten die Kinder den Weiden einen neuen „Haarschnitt“, während die dickeren Äste mit der Motorsäge bearbeitet wurden. Der Rückschnitt soll verhindern, dass die Wasserfläche und die Uferbereiche langfristig zuwachsen.
Die gefrorene Wasserfläche wurde zunächst kritisch beäugt, dann vorsichtig geprüft und schließlich betreten, um auch schwer erreichbare Bereiche wie die drei kleinen Inseln in der Gewässermitte zu pflegen. Trotz der Kälte sorgte das Eis vor allem bei den Kindern für große Begeisterung. Eifrig halfen sie dabei, das Schnittgut vom rutschigen Untergrund ans Ufer zu bringen.

Als Hände und Füße langsam klamm wurden, war die Pause gerne gesehen: Bei Brezeln und warmem Tee konnte unter strahlendem Sonnenschein geplaudert und neue Kraft gesammelt werden.
Neben den Gehölzarbeiten nutzten wir die Zeit auch zur Kontrolle der vier Fledermauskästen im Gebiet. Spuren der fliegenden Säugetiere fanden wir zwar keine, dafür entdeckten wir mehrere
kleine, verlassene Wespennester und überwinternde Ameisen.
Der Vormittag im Wüster Bruch zeigte, wie praktischer Naturschutz vor Ort aussehen kann: gemeinsam anpacken an der frischen Luft – und Erlebnisse, die in vermutlich in Erinnerung bleiben.




















