Storchenbeobachtungen im Wiesental 2025
„Woher kommen eigentlich die vielen Störche?“ Diese Frage haben nicht nur wir uns gestellt, sondern auch einige neugierige Spaziergänger und Radfahrende im Wiesental. Viele berichteten von eigenen Sichtungen auf ihren Runden durch das Naturschutzgebiet.
In den vergangenen Monaten hielten sich rund 25 bis 30 Weißstörche dauerhaft im Wiesental und Umgebung auf – zeitweise waren es sogar deutlich mehr. Tagsüber suchen sie nach Nahrung, etwa Regenwürmern, Heuschrecken oder Mäusen. Abends versammeln sie sich auf den Strommasten am Bahnübergang bei Reilsheim, um gemeinsam die Nacht zu verbringen.

Doch lässt sich die Herkunft dieser Vögel genauer bestimmen? Teilweise – denn einige Störche tragen am Bein einen Ring mit einer eindeutigen Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Bei insgesamt acht Tieren konnten wir diese Ringnummern ablesen und fotografisch dokumentieren.
Anhand der Ringnummer lässt sich nachvollziehen, wann und wo der Storch als Jungvogel beringt wurde. Die Daten können bei der zuständigen Vogelwarte Radolfzell (Kürzel „DER“) nachgefragt werden.
Einige der beringten Störche konnten wir sogar mehrfach an verschiedenen Tagen beobachten. Das deutet darauf hin, dass sie sich über längere Zeit in der Region aufgehalten haben.
Noch liegen uns nicht zu allen Vögeln Rückmeldungen vor, doch die bisherigen Ergebnisse zeigen: Die Störche stammen überwiegend aus der näheren Umgebung, maximal 32 Kilometer Luftlinie entfernt – zum Beispiel aus der Nähe von Bruchsal und aus Heidelberg. Die Mehrheit ist sehr wahrscheinlich noch nicht geschlechtsreif und hat in diesem Jahr nicht gebrütet.
Hast du selbst Störche beobachtet oder vielleicht sogar eine Ringnummer ablesen können? Dann melde deine Sichtung gerne an die Vogelwarte Radolfzell. Jede Meldung hilft dabei, das Zugverhalten, die Verbreitung und die Herkunft dieser beeindruckenden Vögel besser zu verstehen.















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