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Rückblick, Wahlen und Wildbienen

Jahreshauptversammlung 2026

 

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des NABU Mauer war wieder einiges geboten: Neben dem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr und den turnusmäßigen Wahlen erwartete die Teilnehmenden auch ein unterhaltsamer Vortrag über Wildbienen. 

Jahreshauptversammlung 2026 (Foto: H. Budig)
Jahreshauptversammlung 2026 (Foto: H. Budig)

Zum Auftakt dankte der 1. Vorsitzende Bernhard Budig allen aktiven Mitgliedern für ihr Engagement im vergangenen Jahr. Ob bei Biotoppflegeeinsätzen oder bei den Exkursionen unter der fachkundigen Leitung von Dr. Rainer Drös – der Einsatz vieler Ehrenamtlicher prägte auch 2025 die Arbeit des NABU Mauer. Ein besonderes Highlight war dabei die erste erfolgreiche Storchenbrut in Mauer seit mehr als sieben Jahrzehnten.

 

Im Anschluss ließ Schriftführer Martin Budig das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Untermalt von zahlreichen Fotos wurden die vielfältigen Aktivitäten und Einsätze vorgestellt. Dann berichteteten die Gruppenleiterinnen der NAJU, Christa Braun und Katrin Link-Tempel, von den vielen Aktionen der Kinder- und Jugendgruppe.

Bei den anschließenden Wahlen wurde der Vorstand einstimmig im Amt bestätigt. Zudem wurde eine neue Kassenprüferin gewählt. Der Vorstand des NABU Mauer setzt sich damit wie folgt zusammen:

  • 1. Vorsitzender: Bernhard Budig
  • 2. Vorsitzender: Dr. Rainer Drös
  • Schriftführer: Martin Budig
  • Kassenwartin: Rabea Budig
  • Kassenprüferinnen: Jutta Kümmel (neu), Christa Braun (für ein weiteres Jahr)
Uwe und Ulrike Sieler (Foto: B. Budig)
Uwe und Ulrike Sieler (Foto: B. Budig)

 

Nach dem formalen Teil nahm Uwe Sieler die Anwesenden mit in die faszinierende Welt der Wildbienen. Der Meckesheimer entdeckte gemeinsam mit seiner Frau über die Fotografie seine Begeisterung für die oft übersehenen Insekten. In einem kurzweiligen Vortrag stellte er ausgewählte Arten aus den rund 600 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten vor – anschaulich illustriert mit selbst aufgenommenen Fotos.

 

Mit viel Fachwissen und Begeisterung erzählte er von Blattschneiderbienen, die bei der Nektaraufnahme an ihrem auffällig abgeknickten Hinterleib zu erkennen sind, von Pelzbienen, die mit ausgestreckter Zunge von Blüte zu Blüte fliegen, und von Wollbienen, die ihre Blüten energisch gegen Konkurrenten verteidigen.

 

Infomaterial zum Thema Wildbienen (Foto: H. Budig)
Infomaterial zum Thema Wildbienen (Foto: H. Budig)

Im zweiten Teil des Vortrags gab Uwe Sieler praktische Tipps, wie sich Wildbienen im eigenen Garten wirksam unterstützen lassen. Von vielen handelsüblichen „Bienenhotels“ riet er deutlich ab: In fast allen Fällen seien die Brutröhren zu kurz, sodass überwiegend männliche Nachkommen entstehen – ungünstig für den langfristigen Populationserhalt.

 

Als einfache und sinnvolle Alternative empfahl er selbst gebaute Nisthilfen, etwa einen Holzblock mit Bohrlöchern. Wichtig sei dabei, nur quer zur Faserrichtung zu bohren, die Bohrlöcher ausreichend tief anzulegen – mindestens zehnmal so lang wie ihr Durchmesser – und darauf zu achten, dass die Brutröhren an einem Ende verschlossen sind.

Da jedoch längst nicht alle Wildbienenarten solche Nisthilfen annehmen, stellte er weitere Möglichkeiten vor: etwa ein Sandarium, eine Lehmwand oder senkrecht angebrachte markhaltige Stängel. Ebenso wichtig wie geeignete Nistplätze ist ein gutes Nahrungsangebot. Empfehlenswert sind heimische Blühpflanzen mit ungefüllten Blüten, da viele Wildbienenarten auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind.