Bestimmungskurs für heimische Bäume und Sträucher
Du siehst die Bäume vor lauter Wald nicht? Dann hilft vielleicht ein Blick auf die Blätter. Denn wer weiß, worauf zu achten ist, kann viele heimische Bäume und Sträucher schon anhand weniger Merkmale erkennen. Genau darum ging es bei unserer letzten Exkursion.

Mit 10 Teilnehmenden machte sich die Gruppe unter der fachkundigen Leitung von Dr. Rainer Drös auf den Weg in den Wald zwischen Reichartshausen und Waldwimmersbach, um heimische Bäume und Sträucher selbst zu bestimmen. Diesmal waren alle selbst gefragt: Gleich zu Beginn lautete die Aufgabe, möglichst viele unterschiedliche Blätter von Bäumen und Sträuchern zu sammeln.
An der längsten Bank des Kraichgaus folgte dann der zweite Teil der interaktiven Exkursion: die Bestimmung der Fundstücke. Ausgerüstet mit einem klassischen Bestimmungsschlüssel ging es ganz ohne
Smartphone ans Werk. Das war auch gut so, denn der Handyempfang ließ für digitale Bestimmungshilfen ohnehin zu wünschen übrig.
Schnell zeigte sich, dass das manchmal kniffliger ist, als es auf den ersten Blick scheint. Bei vielen Fragen muss man nämlich ganz genau hinschauen – und zunächst verstehen, worauf es überhaupt
ankommt: Ist der Blattrand gesägt, gezähnt oder gebuchtet? Wo entspringen die Blattadern? Wie sind die Blätter am Ast angeordnet? Und was zählt bei gefiederten Blättern, wie etwa bei der Esche,
überhaupt als Blatt? Gar nicht so einfach!

Nach einigem Rätseln, Vergleichen und Diskutieren war die Freude deshalb umso größer, wenn der Bestimmungsschlüssel schließlich zur richtigen Art führte. Denn Ahorn ist eben nicht gleich Ahorn – Spitz-, Berg- und Feldahorn.
Beim Rundgang durch die Allee der „Bäume des Jahres“ konnten anschließend noch zahlreiche weitere heimische und nicht heimische Baumarten bestaunt werden.
Doch nicht nur die Gehölze zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. An den sonnigen Wegrändern tummelten sich unzählige Schwebfliegen und prachtvolle Schmetterlinge wie Kaisermantel, Landkärtchen und Großes Ochsenauge.
Wir sehen den Wald jetzt auf jeden Fall mit anderen Augen – und Bäume und Sträucher natürlich auch.






























