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Alte Apfelsorten: Klassiker & Raritäten

Vortrag mit Verkostung von Armin Budig

  

Wie heißt deine Lieblingsapfelsorte? Im Supermarkt stehen meist nur eine Handvoll Sorten zur Auswahl – dabei gibt es so viel mehr zu entdecken! Einen köstlichen Einblick in diese Vielfalt bot der Vortrag „Alte Apfelsorten – Klassiker & Raritäten von Mauermer Streuobstwiesen“ von NABU-Mitglied Armin Budig.

 

Armin Budig, NABU-Mitglied und Apfelkenner, stellt 19 alte Apfelsorten vor (Foto: H. Budig)
Armin Budig, NABU-Mitglied und Apfelkenner, stellt 19 alte Apfelsorten vor (Foto: H. Budig)

  

Goldparmäne, Schöner von Boskoop oder Finkenwerder Herbstprinz – insgesamt 19 Sorten hatte der Apfelkenner mitgebracht, allesamt von Streuobstwiesen in Mauer oder der direkten Umgebung. Zu jeder Sorte gab es Informationen über Herkunft, Reifezeit und Verwendung, bevor sie schließlich vom Publikum verkostet wurde. Schnell wurde deutlich, wie unterschiedlich Äpfel schmecken können: von süß bis säuerlich, von mild bis aromatisch, von mürbe bis knackig.

 

Unter den vorgestellten Sorten waren vor allem Tafeläpfel, aber auch drei reine Mostäpfel zum Vergleich. Diese zeichnen sich durch einen hohen Ertrag, eine gute Krankheitsresistenz und robuste Früchte aus. Geschmacklich können sie mit den feinen Tafeläpfeln oft nicht mithalten, eignen sich dafür aber hervorragend für die Saft- und Mostherstellung. 


Ausgewählte Sorten im Detail

Alle vorgestellten Apfelsorten im Überblick

  •  Berner Rosenapfel
  • Bohnapfel, Rheinischer
  • Boskoop, Schöner von
  • Brettacher
  • Cox Orangen Renette
  • Erbacher Weinapfel
  • Finkenwerder Herbstprinz
  • Gewürzluiken
  • Glockenapfel
  • Golden Delicious
  • Goldparmäne
  • Harberts Renette
  • Kaiser Wilhelm
  • Krügers Dickstiel
  • Öhringer Blutstreifling
  • Roter Bellefleur
  • Rote Sternrenette
  • Winterprinzenapfel
  • Winterrambur, rheinischer


Am Ende durfte natürlich die entscheidende Frage nicht fehlen: Welcher Apfel schmeckt denn nun am besten? Armins persönliche Nummer eins ist der Cox Orange. Aber wie so oft gilt auch hier: Geschmäcker sind verschieden – und für jeden gibt es den passenden Apfel und Apfelbaum. 

 

Schon gewusst?

Streuobstwiesen wie die in Mauer sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch wertvolle Lebensräume. Sie verbinden traditionelle Nutzung mit Natur- und Artenschutz. Alte Sorten sind zum einen geschmacklich interessant, aber auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt. Viele von ihnen sind robust, widerstandsfähig und ein Stück Kulturerbe unserer Landschaft.

 

Ein herzlicher Dank geht auch an Bernhard Budig, der einen Teil der Sorten von seinen eignen Streuobstwiesen beisteuerte, und an Marion, die beim Aufschneiden der Äpfel für die Verkostung vollen Körpereinsatz zeigte.

 

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